Der Sprinter-Kleinbus für kleine Gruppen
Der Sprinter-Kleinbus passt für eine Geschäftsleitung, eine Kundendelegation oder eine kleine Skigruppe, die eine bessere Ausstattung als im normalen Kleinbus will. Er fasst 8 bis 16 Fahrgäste, das Gepäck reist hinter der letzten Sitzreihe.
Personenwagen oder Bus: Die Plätze entscheiden
Mit acht Fahrgastplätzen oder weniger ist er rechtlich ein Personenwagen. Ein neunter Fahrgastplatz macht ihn zum Bus, und dann braucht der Chauffeur die Unterkategorie D1. Die Offerte nennt die Platzzahl; so wissen Sie, welche Regeln gelten.
Berufsmässige Fahrten im Personenwagen fallen unter die ARV 2: höchstens 9 Stunden Lenkzeit pro Arbeitstag und 45 pro Woche, mit einer Dreiviertelstunde Pause, sobald 4,5 Stunden erreicht sind. Ein analoger oder digitaler Fahrtschreiber hält alles fest.



Sitzplätze und Gepäck
- Sitzplätze: 8-16 Fahrgäste plus Chauffeur
- Gepäck: Gepäckraum hinter der letzten Sitzreihe
An Bord und geltende Vorschriften
- Mit bis zu acht Fahrgästen ist er ein Personenwagen (höchstens neun Sitzplätze einschliesslich Führer oder Führerin); mit mehr Sitzplätzen ist er ein Kleinbus oder ein Gesellschaftswagen, und der Chauffeur braucht die Unterkategorie D1 (Art. 11 Abs. 2 VTS; Art. 3 VZV)
- In einem Personenwagen, der für berufsmässige Personentransporte eingesetzt wird, begrenzt die ARV 2 die Lenkzeit auf 9 Stunden zwischen zwei täglichen Ruhezeiten und auf 45 Stunden pro Woche, mit einer Pause von 45 Minuten nach 4,5 Stunden Lenkzeit (Art. 7 und 8 ARV 2)
- Fahrzeuge, deren Führer der ARV 2 unterstehen, müssen mit einem analogen oder digitalen Fahrtschreiber ausgerüstet sein (Art. 100 Abs. 1 Bst. b VTS)
- In der Schweiz gibt es keine allgemeine Winterreifenpflicht ab einem bestimmten Datum: Fahrzeuge dürfen nur in betriebssicherem Zustand verkehren (Art. 29 SVG), und wo das Signal «Schneeketten obligatorisch» (2.48) steht, müssen wenigstens zwei Antriebsräder der gleichen Achse mit Schneeketten aus Metall versehen sein (Art. 29 SSV)
- Ein Fahrzeug bis 3,5 t braucht die Autobahnvignette, als Klebevignette oder als auf das Kontrollschild registrierte E-Vignette; sie gilt vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres (Art. 6a, 7a und 8 NSAG)
Winter und Autobahn
Winterreifen ab einem Stichtag schreibt die Schweiz nicht vor. Verlangt wird ein betriebssicheres Fahrzeug; Schneeketten aus Metall montiert der Chauffeur dort, wo ein Signal sie vorschreibt. Für einen Skitransfer lassen Sie sich die Winterausrüstung vor dem Reisetag schriftlich bestätigen.
Solange er nicht mehr als 3,5 t wiegt, braucht er die Autobahnvignette, aufgeklebt oder elektronisch auf das Kontrollschild erfasst. Jede Jahresvignette deckt 14 Monate ab: ab dem 1. Dezember vor dem aufgedruckten Jahr bis Ende Januar danach.
Wo er am besten passt
Flughafenfahrten für eine kleine Delegation, ein Tagesausflug mit Reiseleitung, ein Transfer vom Flughafen Zürich nach Engelberg oder Grindelwald mit Ski an Bord. Sind alle Plätze besetzt, ist der Gepäckraum hinter der letzten Reihe schnell voll; zählen Sie die Taschen so genau wie die Personen.
Was Organisatoren uns fragen
Ist ein Sprinter einfach ein Kleinbus?
Rechtlich ja: Es gelten dieselben Regeln nach Platzzahl wie für jeden Kleinbus. Der Unterschied liegt in der Ausstattung, die in der Offerte beschrieben ist.
Wie viele Skifahrende passen mit Ausrüstung hinein?
Je weniger Fahrgäste, desto mehr Platz hinter der letzten Reihe. Ab etwa 12 Skifahrenden mit Taschen fragen Sie besser nach einem grösseren Fahrzeug.
Gelten für den Chauffeur die Carregeln?
Nein. Im Personenwagen, und im Inland auch im Bus bis 16 Fahrgastplätze, richtet sich der Chauffeur nach der ARV 2.
Weitere Gruppenfahrten mit dem Car
- Reisecars mit Chauffeur für Firmenanlässe
- Skitransfer mit dem Car: Ferienorte, Pässe und Autoverlad
- Mit dem Car auf Schulreise und ins Klassenlager
- Car mit Chauffeur für Teams, Vereine und Fans
- Hochzeit: Car für die Gäste, Limousine für das Brautpaar
- Tagesausflüge im Car mit Panoramazug und Passfahrt
- Kreuzfahrttransfer: Rheinschiffe in Basel, Seeschiffe in Luzern und Genf
- Barrierefrei reisen in der Gruppe, mit Chauffeur